Der Lapislazuli gehört
wohl schon seit 7000 Jahren zu den bekanntesten Edelsteinen. Es gibt
kaum einen Menschen, dem der Name des tiefblauen Edelsteins - oft
auch unter dem Kürzel „Lapis“ - nicht geläufig ist.
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| Totenmaske des Tutanchamun mit Lapislazuli |
Viele Völker der Antike
haben den Stein bereits gekannt. Die Ägypter haben ihn viel
verarbeitet (z.B. Totenmaske von Tutanchamun ), die Mesopotamier und Hebräer des Alten Testaments haben
ihn erwähnt und auch die Chinesen kannten Lapislazuli. Für sie alle
war er der Stein der Herrscher. Der römische Naturforscher Plinius
der Ältere schwärmte von einem Stück Lapislazuli begeistert als
„ein Stück vom gestirnten Himmel“, was wohl damit zusammenhängt,
dass dieses Stück von reichlich Schwefelkies- Körnchen
goldgesprenkelt gewesen sein dürfte.
Erstaunlicherweise
bezogen alle Völker bezogen alle oben genannten Völker den
Lapislazuli aus der gleichen Quelle. Auch die Chinesen habe sich bis
zum Hindukusch im westlichen mittelasien aufgemacht um den begehrten
Stein zu bekommen. Ganz sicher haben Chinesen und Ägypter nichts
voneinander gewusst. Diejenigen, die im Hochgebirge von Afghanistan
den Lapislazuli abbauten kannten aber beide Hochkulturen. Sie
handelten auch mit weiteren Völkern der frühen Antike. Auch
Sumerer, Babylonier, Hethiter, Assyrer, Parther und Skyten waren ihre
gern gesehenen Kunden.
Bekannt war der blaue
Stein aber nicht unter der Bezeichnung Lapislazuli. Er war als
„sapphyros“ (griechisch) bekannt. Dies sorgt bis heute immer
wieder für Verwirrungen: die sagenhaften Saphire der Antike waren in
Wirklichkeit Lapislazuli. Auch die hebräische Bezeichnung „sappir“
in der Bibel meint Lapislazuli. Die Gesetzestafeln des Moses müssen
demnach also auch aus Lapislazuli bestanden haben.
Der Begriff Lapislazuli
setzt sich aus dem lateinischen Wort lapis für Stein und dem
arabischen Wort azul für blau zusammen.
Der Lapislazuli ist kein
eigenständiges Mineral wie die meisten Edelsteine, sondern ein
körniges Aggregat verschiedener Mineralien: Lasurit (ein Feldspat,
der dem Stein die blaue Farbe gibt), Kalkspat, Hornblende, Augit und
manchmal Pyrit (Schwefelkies), der den blauen Stein mit goldfarbenen
Punkten oder Adern versieht.
Sehr gute Qualitäten
kommen auch heute noch aus Afghanistan. Ansonsten gibt es guten
Lapislazuli auch in Sibirien südlich vom Baikalsee, aus Myanmar,
hellere Stein mit Kalkspat durchsetzt kommen zudem aus den
Kordilleren in Chile.
Lapislazuli soll den
Blutdruck senken, Depressionen und Ärger vertreiben, vital, weise
und redegewandt machen!!
Wer mehr wissen möchte findet noch etwas unter dem Reiter Edelsteine A-Z oder direkt hier.
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